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Knapp 40 Teilnehmer aus dem Landkreis Neumarkt nahmen an einer politischen Bildungsfahrt nach Nürnberg teil. Angestoßen wurde die Fahrt vom FREIE WÄHLER Ortsverband Mühlhausen gemeinsam mit dem Kreisverband Neumarkt. Veranstalter war das Bildungswerk für Kommunalpolitik Bayern e.V. (BKB).
Im Mittelpunkt des Tages standen die Themen Demokratie, Rechtsstaat, Menschenwürde und gesellschaftliche Verantwortung. Erste Station war das Memorium Nürnberger Prozesse mit dem historischen Saal 600. Dort setzte sich die Gruppe intensiv mit den Nürnberger Prozessen, ihrer historischen Bedeutung und den Grundlagen des modernen Völkerstrafrechts auseinander.
Nach einer Mittagspause in der Innenstadt führte die Bildungsfahrt bei sonnigem Novemberwetter weiter auf das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Die beiden Gästeführer erläuterten auf dem Weg von der Ehrenhalle über die Kongresshalle und die Große Straße bis zum Zeppelinfeld die Geschichte der Reichsparteitage, die Funktion der Bauten und den heutigen Umgang mit dem Gelände.
Organisatorisch begleitet wurde die Fahrt seitens des Bildungswerks durch den Bildungsbeauftragten Peter Forster. Ein Dank galt auch dem Busunternehmen Steidl für die zuverlässige Durchführung der Fahrt.
„Gerade an diesen Orten wird sehr deutlich, warum Demokratie, Rechtsstaat und Menschenwürde keine Selbstverständlichkeiten sind“, sagte René Meyer, Pressesprecher des FW Kreisverbandes Neumarkt. „Die Vergangenheit zu verstehen heißt für mich auch, nicht wegzuschauen, sondern hinzusehen und aufmerksam zu bleiben, wenn demokratische Grundwerte infrage gestellt werden. Deshalb war es uns wichtig, diese Zusammenhänge nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern sie an den Originalschauplätzen unmittelbar erfahrbar zu machen.“
Die Kosten für Bustransfer, Eintrittspreise und das Bildungsprogramm konnten durch das BKB übernommen werden. Die Bildungseinrichtung wird dabei durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefördert.
Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen Gemeinden des Landkreises. Zustiegsmöglichkeiten bestanden in Mühlhausen, Neumarkt und Pyrbaum. Neben kommunalpolitisch und ehrenamtlich Engagierten nahmen auch zahlreiche Bürger ohne politische Funktion an der Fahrt teil.
Die Rückmeldungen der Teilnehmer fallen durchweg positiv aus. Besonders die Verbindung aus historischer Einordnung, unmittelbarem Erleben an den Originalschauplätzen und ausreichend Zeit für eigene Eindrücke wurde gelobt. Für den Kreisverband ist deshalb klar: Die Nürnberger Bildungsfahrt soll kein einmaliges Format bleiben. Über ein weiteres Ziel wird bereits nachgedacht.